>Sonnenheimweh< ist eine Loseblattsammlung von Momenten,
denen etwas Besonderes innezuwohnen schien. Dabei sind es nicht Worte
oder Bilder, die poetische Augenblicke erschaffen. Sie bilden nur
den Nachklang einer leisen Faszination. Wie Seismogramme, die vielleicht
das Achselzucken oder Kopfschütteln aufzeichneten, den vertieften
Atemzug oder ein Herz, das höher schlug. Jenes Nadelzittern,
das wir für Stille halten, weil große Erschütterungen
unsere Skalen eichten. Und doch: etwas, das ausschlaggebend bleibt.