Weißheit
In diesem Winter:
jeder Farbtupfer
willkommen.
In diesem Winter:
jeder Farbtupfer
willkommen.
Das Bodennahe: eine
heimliche Verneigung.
Das gebannte Innehalten:
Fotografie bei Minusgraden
ist doppeltes Einfrieren.
Der Schneetiger im Baum
kaum noch verwunderlich:
im Vorüberschlittern.
Es in den Griff bekommen,
nur der Anfang. Vor dem
Herausholen und Auspacken:
ob Wundertüte, Mottenkiste,
ins Klo oder nach den Sternen.
Tanzen auf Gräbern
gegen das Frösteln:
überlebensnotwendig.
Ein Gewächshaus
für das Nachblühen
im Schnee: herznah.
Da brennt ein Licht
nachts um vier:
im Universum.
Aus nächster Nähe:
Maschendrahtzaun
als Weichzeichner.
Im Hochglanzpolierten
beste Voraussetzungen:
für Selbsterkenntnis.
Die Sägezähne
der Wirklichkeit:
gemein wohl.
Zum Jahresbündel
an Sonnenscheinen:
Münzgeld, klimpernd.
Frieden und Glück
in unseren Händen:
Alltagsproviant.
Vom Dahindursten
der Rettungsringe:
langjährig an Land.
Das Schädelinnere:
ein Ackerland
und Pflanztopf.
Letzte Vorbereitungen:
für den Wintereinbruch.
Wuchs und Verfall:
organisch verästelt.
Die das Innen und
Außen verhandeln.
Fenster sind:
Zauberspiegel.
Lidschluss und
Wimpernschlag:
Winterschlaf.
Dem blanken
Entsetzen:
zuvorgekommen.
Die Zerrissenheit:
durststillend.
Das Milchglas:
ausgetrunken
von Phantasie.
Dieses Hängenbleiben,
als stünden unaufhörlich
ein Paar Knopflöcher offen:
für das Einhaken von Augen.
Der Neuzuwachs
an Befestigung:
auszuschmücken.
In den Pfützen:
Himmel auf Erden.
Alles stehen und
liegen Gelassene:
unsere Weltbühne.
Vom Aufspannen
der Lichtzelte:
Grundgerüst.